Wenn Warnung auf Wissen trifft: ASB beim bundesweiten Warntag in Steinburg
Bevölkerungsschutz zum Anfassen am RBZ Steinburg
Am Regionalen Berufsbildungszentrum (RBZ) Steinburg war der ASB mit einem eigenen Informationsangebot vertreten. Mitarbeiter:innen und Einsatzkräfte aus Drohnengruppe und Sanitätsdienst stellten ihre Arbeit vor und gaben Einblicke in unterschiedliche Bereiche des Bevölkerungsschutzes.
Dabei konnten die Schüler:innen nicht nur mit den ASB-Kräften ins Gespräch kommen, sondern auch erfahren, welche Aufgaben Einsatzkräfte übernehmen und welche Technik ihnen dabei zur Verfügung steht. Gerade die Drohnengruppe zeigt, wie moderne Technik die Arbeit im Bevölkerungsschutz unterstützen kann – beispielsweise, wenn größere Gebiete aus der Luft überblickt oder Einsatzstellen erkundet werden müssen.
Ergänzt wurde der Informationsstand durch zwei Vortragsreihen mit jeweils rund 80 bis 100 Teilnehmenden. Damit erreichte das Thema an diesem Vormittag eine große Zahl junger Menschen direkt vor Ort.
Wissen, was im Ernstfall zu tun ist
Der bundesweite Warntag macht einmal im Jahr besonders deutlich, wie vielfältig die Wege sind, über die Menschen heute vor Gefahren gewarnt werden können. Die zentrale Probewarnung wurde 2026 über das Modulare Warnsystem des Bundes verbreitet. Zu den angeschlossenen Warnkanälen zählen unter anderem Radio und Fernsehen, Warn-Apps wie NINA, Cell Broadcast, Internetseiten, Social Media und digitale Anzeigetafeln. Zusätzlich können Länder, Landkreise und Kommunen eigene Warnmittel wie Sirenen oder Lautsprecherwagen einsetzen.
Die Übung verfolgt dabei zwei Ziele: Sie soll zeigen, ob die technischen Abläufe funktionieren und mögliche Schwachstellen sichtbar machen. Gleichzeitig trägt sie dazu bei, die Bevölkerung mit den unterschiedlichen Warnwegen vertraut zu machen. Denn im Ernstfall zählt nicht nur, dass eine Warnung ankommt – sondern auch, dass Menschen sie einordnen können und wissen, wie sie reagieren sollten.
Mit der Aktion am RBZ Steinburg hat der ASB Pinneberg-Steinburg diesen Gedanken noch einen Schritt weitergetragen: Warnung und Bevölkerungsschutz wurden nicht nur getestet, sondern ganz konkret erklärt und erlebbar gemacht.
Auch auf Fehmarn: Warntag wird zum Aktionstag
Auch der ASB-Regionalverband Ostholstein nutzte den Bundesweiten Warntag, um das Thema Bevölkerungsschutz für junge Menschen greifbar zu machen. An der Inselschule Fehmarn beteiligten sich mehr als 700 Schülerinnen und Schüler verschiedener Jahrgangsstufen an einem umfangreichen Aktionstag rund um Krisenvorsorge, Warnung und richtiges Verhalten im Notfall. Der ASB war dabei gemeinsam mit weiteren Hilfs- und Rettungsorganisationen vor Ort.
An verschiedenen Stationen konnten die Kinder und Jugendlichen ganz praktisch ausprobieren, worauf es im Ernstfall ankommt. Dazu gehörten unter anderem Erste-Hilfe-Maßnahmen wie die stabile Seitenlage und ein provisorischer Druckverband. Außerdem ging es um Warnsignale und Warn-Apps, Notfallvorräte sowie das richtige Verhalten etwa bei Sturm, Hochwasser oder Stromausfall. Ziel des Aktionstages war es, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern auch Berührungsängste abzubauen und die Schülerinnen und Schüler mit den Menschen und Organisationen vertraut zu machen, die im Ernstfall für sie da sind.
Damit zeigte sich auch auf Fehmarn, was der Bundesweite Warntag über den eigentlichen Probealarm hinaus leisten kann: Vorsorge verständlich machen, Handlungssicherheit vermitteln und Bevölkerungsschutz ganz praktisch erlebbar machen.